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Amasya

Der berühmte griechische Geograph Strabon, im Jahre 64/63 in Amasya geboren, schreibt über seine Vaterstadt im zwölften Buch seiner „Geographia“ über Amasya:

„Meine Vaterstadt liegt in einer tiefen und großen Bergschlucht, welche der Fluß Iris (Yesil-Irmak) durchströmt. Sie ist sowohl durch Fürsorge als auch durch die Natur wunder­voll ausgestattet, so daß sie zugleich den Nutzen einer Stadt und einer Fe­stung gewähren kann. Denn ein hoher, ringsum steiler und gegen den Strom jäh abfallender Fel­sen hat eine Mauer einer­seits am Rande des Stroms, an welchem die Stadt er­baut ist, andererseits aber eine auf beiden Seiten zu den Gipfeln aufsteigende, deren zwei sind, miteinan­der verwachsen und gar schön aufgetürmt. In dieser Umfassung befinden sich die königlichen Paläste und die Königsgräber …“  

Nach    Strabons     Beschreibung lag das Wohngebiet der alten Stadt am nördlichen Flußufer; am südlichen eine Vorstadt, die mit dem Zentrum durch zwei Brücken verbunden war.

Zur Geschichte der Stadt

Ihre Bedeutung erlangte die Stadt wegen ihrer Lage an einem wichtigen Punkt der Handelsstraße, die aus Mesopotamien über Tarsos-Kaisareia-Zela im Pontusgebiet (wo Cäsar seinen Sieg über Pharnakes II. im Jahre 47 v.Chr. errang und in militärischer Kürze an den Senat in Rom meldete: „Veni, vidi, vici“) nach Amisos, dem heutigen Samsun, am Schwarzen Meer führte.

Vom Jahre 300 v.Chr. bis 183 v.Chr. war Amaseia die Hauptstadt des Pontischen Königreiches. Von da an war Sinope Reichshauptstadt; Amaseia blieb Be­gräbnisstadt der pontischen Könige und behielt das Heiligtum des Zeus Stratios. Nach den Verwüstungen mehrerer schwerer Erdbeben verlor Amaseia mehr und mehr an Bedeutung und gehörte nach dem Untergang des Pontischen Königreiches im Jahre 66 v.Chr. den immer wieder veränderten römischen Pontosprovinzen an.

Der bedeutendste Mann des Pontischen Königrei­ches war Mithradates VI. Eupator, zu Sinope 132

v.Chr. geboren, war ab 112 v.Chr. Alleinherr­scher; organisierte als solcher sein Heer nach griechischem Muster und setzte die Erobe­rungspolitik seines Va­ters fort. In drei Feldzü­gen gewann sein Feldherr Diophantes die Krim, das Land der Skyten und Kolchis, wonach Mithradates auch König des Bosporanischen Reiches wur­de. In Fortsetzung sei­ner Eroberungspolitik machte er sich Galatien Untertan und teilte sich mit Nikomedes von Bithynien  Kappadokien. Der Versuch auch Kilikien unter seine Herr­schaft zu bringen, scheiterte. Die Macht dieses Kö­nigs war gewaltig angewachsen. Und er verfügte über ein schlagkräftiges Heer von 250.000 Mann zu Fuß, 50.000 Reitern und 130 Sichelwagen, so daß er den Krieg gegen Rom glaubte wagen zu können. So kam es zum ersten Mithradatischen Krieg (89-84 v.Chr.) Dieser brachte dem König von Pontus die Provinzen Bithynien, Mysien, Phrygien, Lykien, Pamphylien, Karien und die Provinz Asia. Der Krieg endete mit der Niederlage des römischen Feldherrn M. Aquilius am Fluß Sangarios. Den unterlegenen Feldherrn ließ Mithradates im Jahre 88 v.Chr. auf grausame Weise töten.

Um die Römer aus Kleinasien zu verdrängen, ließ Mithradates im selben Jahr durch den Blutbefehl von Ephesos an einem Tag in Kleinasien 80.000 Römer und Italiker ermorden. Der römische Consul L.Cornelius Sulla stoppte mit der Eroberung Athens 86 v.Chr. den Siegeszug des Mithradates und brachten durch Errichtung von Tyrannenherrschaften in klein­asiatischen Städten, die Freilassung von Sklaven und Schuldenerlaß die Bevölkerung mehrerer Land­schaften zum Abfall von Mithradates, so daß er zum Friedensschluß mit den Römern gezwungen war. Im Frieden von Dardanos mußte Mithradates auf alle Eroberungen verzichten, eine Kriegsentschädigung von 2.000 Talenten zahlen und seine Flotte auslie­fern.

Da der Friede nicht schriftlich fixiert war, fiel der Consul L. Licinius im Jahre 83 v.Chr in das Stamm­land des Königs von Pontus ein, wurde aber geschla­gen. Damit hatte der 2. mithradatische Krieg begon­nen.

Der König ließ Kappadokien besetzen, verbündete sich mit Ägypten und den Seeräubern der Ägäis und meinte nun stark genug zu sein, den Römern wieder entgegentreten zu können. Er besetzte Bithynien und damit begann der dritte mithradatische Krieg (74-63). Der König konnte sein pontisches Reich zurückerobern, sowie in Bithynien und Kappadokien eindringen. Pompeius mit dem Partherkönig Phraates III. besiegte den König von Pontus am Lykos-Fluß. Obwohl der König noch nicht aufgeben wollte, sah er sich einer zu großen Übermacht gegenüber, gab auf, und ließ sich von einem keltischen Söldner erstechen.

Amasya gehörte in der Zeit der Römerherrschaft verschiedenen römischen Pontosprovinzen an. In der byzantinischen Zeit war sie eine der wichtigen Grenzfestungen gegen die vom Osten her andrän­genden Völkerschaften.

Am Anfang des achten Jahrhunderts wurde die Stadt vorübergehend von den Arabern besetzt, blieb aber bis zum Sieg der Seldschuken über die Byzantiner im Jahre 1071 byzantinisch.

Über die ersten Jahre der islamischen Stadtge­schichte ist kaum etwas bekannt. Sicher ist, daß die Stadt zu Beginn des 12. Jahrhunderts im Besitz des Melik Danischmend war, dessen Geschlecht bis 1170 die Stadt beherrschte.

Schon aus früher Zeit gibt es eine Nachricht, daß Amaseia Sitz eines Bischofs war. In den Konzilsak­ten der Kirchenversammlung von Nikaia wird in der Liste der Teilnehmer ein Bischof Eulalios von Ama­seia genannt.

I m Jahre 547 wurde in dieser Stadt der byzantinische Kaiser Phokas (602-610) geboren. Bald nach der Niederlage der Byzantiner in der Schlacht von Malasgirt im Jahre 1071 wurde Ama­seia seldschukisch und hieß ab nun Amasya.

I n der wechselvollen Geschichte der Stadt waren die türkischen Danischmendiden, die Kreuzfahrer, die Seldschuken, die Mongolen Herren in der Stadt, bis 1392 Sultan Beyazıt Yildirim (1389-1402) Amasya eroberte und ins Osmanische Reich eingliederte; in dessen Verband die Stadt bis zu seinem Untergang 1919 verblieb. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert erlebte Amasya, eine beträchtliche wirtschaftliche Blüte. Gelehrte, Künstler, Poeten gaben sich hier ein Stelldichein; Mitglieder der Sultansfamilien weilten hier. Ja, die Stadt wurde in dieser Zeit das „Bagdad des Westens“ genannt. Verheerende Erdbeben in den Jahren 1734, 1825 und 1939 führten die Stadt an den Rand des Abgrundes. Erst in allerletzter Zeit, nicht zuletzt durch den Anschluß ans Eisenbahn-Netz, konnte die Stadt einen kleinen Aufschwung erleben.

Sehenswürdigkeiten der Stadt

Außer den Felsengräbern der pontischen Könige und wenigen Steintrümmern ist aus der Antike nichts erhal­ten. Doch aus der Seldschuken-Zeit und der Blütezeit vom 15. – 17. Jahrhundert sind bemerkenswerte und interessante Bauwerke geblieben, die Zeugnis einer großen Vergangenheit darstellen. Den Rundgang für die Besichtigung beginnt man am besten im Südwe­sten, wo die Straße von Tokkat ins Stadtinnere führt.

Am Stadtrand findet man die Gök Medrese Camii (1266) und dieTurumtay Camii (1278), zwei seldschukische Baudenkmäler. Gouverneur Turumtay war der Bauherr, der sich auch sein Grabmal neben der Medre­se errichten ließ. Die im basilikalen Stil erbaute und nun restaurierte Moschee, blaue Moschee-Medrese ge­nannt, weil die neben der Moschee gebaute Türbe eine sehr schöne blaue Fayence-Ausstattung aus jener seldschukischen Zeit hat. Die sehr schön gestaltete Fassade mit ihren in Steinornamenten gefaßten Fen­stern ist ein typisches Beispiel seldschukischer Bau­weise. Die drei Längsschiffe sind so geteilt, daß sich 15 überkuppelte Raumteile ergeben. Der Innenraum ist schlicht konzipiert und hat deshalb eine monumentale Wirkung.

Unweit von der Turumtay Türbesi befindet sich nahe am Yeşil-Irmak die Yörgüç Paşa Camii. Die Bauin­schrift besagt, daß diese kleine Mosche im Jahre 1428 von Yörgüç Paşa, einem Wesir Sultan Mehmet I., er­baut worden ist. Auch sagt die Inschrift, daß diese Moschee eine Stiftung zugunsten der Armen war. Der Straße zur Stadtmitte folgend gelangt man bald zur Halifet Gazi Türbesi, einem achteckigen Grabmal mit einem Inschriftband über dem Portal. Der Bau dürfte von Halifet Gazi, einem Wesir des Danischmend-Fürsten Melik Gazi im Jahre 1145 errichtet worden sein. Das Grabmal ist ein Beispiel frühseldschukischer Bau­weise.

Bevor man zur Beyazit II.Camii kommt geht man am Museum vorbei, in dem Funde aus der Bronzezeit, dem hethitischen Reich, sowie der römischen und byzanti­nischen Zeit aufgestellt sind.

Die Moschee Sultan Beyazit II. (1481-1512) mit der dazugehörigen Külliye liegt unmittelbar am Fluß und möglicher Weise auf der Stätte, wo in archaischer Zeit das Heiligtum der „Großen Mutter“ gestanden hat. Mo­schee und Zubauten liegen in einem gut gepflegten Park.

Die Moschee ist so angelegt, daß sie zwei hintereinan­der liegende Kuppeln hat, von denen die zentrale Kup­pel die geringere Höhe aufweist (14 m), dagegen die hintere Kuppel eine Höhe von 15 m und auch einen größeren Durchmesser. Dem Hauptschiff sind auf bei­den Seiten überkuppelte (je drei niedere Kuppeln) Sei­tenschiffe angefügt. Die Vorhalle hat fünf überwölbte Kuppeljoche, deren Bogen auf antike Säulen gestellt sind. Über dem Hauptportal teilt eine Inschrift mit, daß diese Moschee im Auftrag von Sultan Beyazit II. im Jahre 1486 durch seinen Sohn Prinz Ahmet vollendet wurde. In der Grundanlage entspricht diese Moschee durch die überkuppelten Seitenschiffe der T-Grundriß-form des Bursa-Stiles. Marmor-Mihrab und Minbar sind von feinster Marmor-Steinmetzarbeit. . Die vom Sultan gestiftete Külliye ist einer der großartig­sten Baukomplexe der frühosmanischen Zeit. Er umfaßte eine Türbe, eine Medrese, eine Armenküche und Schulen, in denen auch Kalligraphie gelehrt wurde, sowie eine Bibliothek, in der heute noch 20.000 Hand­schriften und Bücher aus der Gelehrtenstadt Amasya erhalten sind. Die abweichend vom normalen Stil mit

nur drei Flügeln mit nach einer Seite offenem Hof, hatte in den beiden Seitenflügeln hinter Loggien die Zellen der Studenten, im Mittelflügel den überkuppelten Bet­raum.

Burmali Minare Camii

Die Portalinschrift gibt „den großen Jäger Farruh“ und seinen Bruder, den Schatzmeister Yusuf als Stifter dieses Moscheebaues an. Erbaut ist sie in den Jahren 1237-1247. Der Name der Moschee ist wohl auf die Spiralform des Minaretts „Moschee mit dem gedrehten Minarett“ zurückzuführen. Von der Bauform her gehört sie zum Basilika-Typ und hat drei durch Pfeiler getrenn­te Schiffe. Das Mittelschiff ist breiter angelegt als die Seitenschiffe. Oben am Mihrab ist der Name des Künst­lers angegeben: „Werk des Mohammed, Sohnes des Mohammed aus Arra“. Neben der Moschee ist der Bau der oktogonalen Türbe der beiden Stifter. Überquert man den Fluß über die Alçak Köprü kommt man zum Kizlar Sarayi (Mädchenpalast) und zu den Felsengräbern.

Die Anlage dieses Sarays auf einer Terrasse oberhalb der Stadt weist auf den von Strabon erwähnten Palast der Pontischen Könige hin. Zudem zeigen die Basis­mauern, auf denen die türkischen Mauern aufgesetzt wurden, Art und Struktur antiken Mauerwerkes. Oberhalb des Kizlar Sarayi kommt man zur östlichen Gruppe der Felsgräber. Das sind drei in die geglättete Felswand hineingeschlagene Räume mit hausartigen Fassaden. In den Grabkammern sind an den Wänden die Bänke für die Beisetzung der Toten. In diesen und den Felsgräbern im Westen dürfte König Mithradates II. (250-185 v.Chr.) bestattet gewesen sein; in einem zweiten sein Sohn Pharnakes I. (ca.185-170 v.Chr.) Allerdings ist nicht mehr auszumachen, wer wo bestattet war.

Die Zitadelle

Über einen Serpentinenweg gelangt man hinauf zur antiken Burg. Von ihr sind nur noch Ruinen von Mau­ern und Türmen vorhanden. Die antike Burg wurde in römischer, byzantinischer und türkischer Zeit immer wieder restauriert, so daß über die ursprüngliche Anla­ge nichts Genaues mehr ausgesagt werden kann.

Pir ilyas Tekkesi / Yakup Paşa Mescidi ve Tekkesi

Von der Hükümet Köprüsü gelangt man auf einer Seitenstraße zur Derwisch-Tekke (Kloster) Pir Ilyas Tekkesi, einem aus Sandstein und Ziegelschichten errichteten Bau mit einem Minarett. Die Tekke hat einen ungewöhnlichen Grundriß: Links und rechts von einem breiten Gang sind die Räume angelegt, und zwar: Auf der Südseite auf beiden Seiten einer überkuppelten Mesgit je sechs Zimmer für die Mönche; diese sind mit Ofenanlagen versehen. Der Nordteil des Baues weist drei Kuppeln auf. In der Mitte befindet sich der mit einer großen Kuppel ausgezeichnete Festsaal. Zu beiden Seiten kleine Kuppelräume, deren östlicher dem Vor­steher der Tekke vorbehalten war; im westlichen ist das Kenotaph des Pir Dschelaleddin Abd ar-Rahman, dem Urenkel von Pir Ilyas Halveti.

Nach der Stiftungsurkunde wurde die Tekke von Yakup Paşa im Jahre 1412/13 gegründet und gehörte dem Halvetiye-Derwisch-Orden.

Südwestlich dieser Tekke befindet sich derTimarhani. (Auch Bimarhani oder Darüşşifa genannt), ein spät-seldschukischer Medresen-Bau aus der Mongolenzeit. Der Bau ist restauriert; er gehört dem Bautyp einer einstöckigen Hofmedrese an. Das Portal ist reich ver­ziert mit Sternen-, Blüten- und Ran­kenbordüren. Die Portalinschrift gibt als Baujahr 1308/09 an. Bau­herr war der Mongolen-Sultan Uld-schaitu mit seiner Gattin Yildiz Hatun und wurde von Anbar dem Sohn des Abdallah, errichtet. Gegenüber dem Timarhani ließ Mehmet Paşa, Berater des Prinzen Ahmet, des Sohnes Sultans Beya­zit II. und Gouverneur von Amasya die kleine und reizende Mehmet Paşa Camii erbauen. Portal und Minbar sind aus Marmor gefertigt und von hoher Qualität. Als Baujahr ist 1486 angegeben.

Beyazit Paşa Camii

Eine osmanische Moschee, erbaut im Jahre 1414 vom Großwesir Beyazit Paşa, der mit Mehmet I.Çelebi (1413-1421) nach der verlorenen Schlacht bei An­kara gegen die Mongolen 1402 nach Amasya geflohen war und die osmanische Herrschaft wieder aufrichtete. Der Bau gehört gemäß seiner Architektur zum Typ der frühosmanischen Doppelraum-Moschee mit zwei Kup­peln, wobei die Kuppel des Mihrab-Raumes niedriger ist als die Zentralkuppel. Der Betsaal mit dem Mihrab ist gegenüber dem zentralen Kuppelraum um eine Stu­fe erhöht. Vom zentralen Kuppelraum betritt man je zwei ursprünglich für Unterrichtszwecke genutzte Kup­pelräume, von denen der südwestliche eine Bibliothek gewesen sein dürfte.

Büyük Aga Medresi

Diese Medrese, die unter Beyazit II. 1488 von Hüseyin Aga, Sohn des Abd al-Muin gestiftet worden ist, kann man wohl als einen der eigenwilligsten Bauten in Ama­sya bezeichnen (siehe Seite 8). Der Grundriß ist acht­eckig, wobei es keine eindeutige Gebäudeachse gibt, da der Unterrichtsraum im Süden und in den Nordwest­flügel gestellte Portalbau einander nicht gegenüber liegen. Die Studentenräume sind überkuppelt und mit einem Kamin versehen.

Zweier in Amasya geborener bedeutender Persönlich­keiten soll noch gedacht werden: Sultan Selim I. Yavuz der Strenge (1512-1520). Nachdem er seinen Vater Beyazit II. abgesetzt hatte, zwei Brüder und neun Nef­fen, Thronprädententen, hatte töten lassen, Syrien und Ägypten dem osmanischen Reich einverleibt hatte, nahm er 1517 den Titel Kalif an. Damit erlosch das Abbasiden-Kalifat von Kairo; und ab nun war der Sultan des osmanischen Reiches auch Kalif. 1519 brachte er auch Algerien unter die türkische Oberhoheit und wur­de Schutzherr der Heiligen Stätten des Islam. Der griech. Historiker und Geograph Strabon (64 v.Chr. -23 n.Chr.), stammte aus vornehmer Familie in Amasya, war Schüler des Aristodemos in Nysa, studierte in Rom und machte Reisen in Kleinasien, Armenien, Syrien, und kam bis zum Roten Meer und Äthiopien. Er hinterließ 47 Bücher, historische Kommentare und die „Geographika“, eine Erdbeschreibung der da­mals bekannten Länder der Erde. Als erster beschrieb er Germanien und Britannien ausführlich. Seine Beschreibungen basieren auf der Erdkarte des Erathostenes und den Forschungen der Historiker Polybios und Poseidonios sowie denen des Geographen Artemidoros von Ephesos.

Amasya, heute eine nicht sehr be­deutende Stadt in Anatolien spiel­te also in der Geschichte Anatoliens durch viele Jahrhunderte ei­ne nicht unbedeutende Rolle.

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